Wettbewerbsfähigkeit, Strukturwandel und Branchen

Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und niedersächsischen Wirtschaft sowie ihre Wachstums- und Beschäftigungsmöglichkeiten hängen maßgeblich von der Richtung und Geschwindigkeit des Strukturwandels, der Innovationsfähigkeit der Unternehmen und des Staates sowie dem Durchsetzungsvermögen in der internationalen Arbeitsteilung ab.

Vor diesem Hintergrund führt das NIW zum einen detaillierte Branchenstudien durch. Dabei stehen bereits etablierte Sektoren, aber auch junge Sektoren mit hohem Wachstumspotenzial im Fokus. Neben der Analyse klassischer Industriebranchen wie z.B. der Automobil- und der Chemischen Industrie beobachtet das NIW zunehmend die Entwicklung von wirtschaftszweigübergreifenden Feldern und wissensintensiven Dienstleistungsbranchen wie z.B. der Umweltwirtschaft, Life-Sciences-Industrie, Gesundheitswirtschaft oder IuK-Wirtschaft, von denen zukünftig kräftige Wachstumsimpulse zu erwarten sind.

Einen besonderen Aspekt stellen Analysen zur technologischen Leistungsfähigkeit des Innovationssystems in Deutschland und in einzelnen Bundesländern. Im Rahmen der Berichterstattung zu Forschung und Innovation in Deutschland, zu der das NIW durch Aufträge einer von der Bundesregierung eingesetzten Expertenkommission maßgeblich beiträgt, geht es vor allem darum, die Position der deutschen Wirtschaft im internationalen Technologiewettbewerb zu bewerten: Das Verhalten von Unternehmen und öffentlicher Hand bei Forschung und Entwicklung, wie die dafür benötigten Qualifikationen sowie die Dynamik der neuralgischen forschungs- und wissensintensiven Wirtschaftszweige stehen im Fokus. Für Wachstum und Beschäftigung ist es besonders wichtig, dass das Innovationspotenzial in weltmarktrelevante Innovationen umgesetzt werden kann. Deshalb ist der Maßstab immer die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und niedersächsischen Wirtschaft. Gerade unter diesem Aspekt beschäftigt sich das NIW schon seit langem mit der deutschen Umwelt- und Klimaschutzwirtschaft und liefert damit wesentliche Fakten zur Versachlichung der Diskussion über (gesamtwirtschaftliche) Kosten und Nutzen von Umwelt- und Klimaschutzanstrengungen, die angesichts der globalen Herausforderungen immer dringender werden.

Chancen und Entwicklungshemmnisse, Stärken und Schwächen bei Innovationspotenzialen, Wirtschaftsstruktur und -dynamik und Einbindung in die internationale Arbeitsteilung werden mit Hilfe der Auswertung vorhandener Statistiken, aber auch durch eigene Erhebungen wie bspw. Unternehmensbefragungen identifiziert. Darauf aufbauend werden Vorschläge zur Verbesserung der jeweiligen Positionierung erarbeitet. Klein- und Mittelunternehmen stehen gerade unter diesem Aspekt im Vordergrund.